BUND Hamburg warnt vor zerstörerischer Autobahnplanungen!

// IN KÜRZE
Der BUND Hamburg und weitere Umweltverbände haben eine ablehnende Stellungnahme zur Autobahn A26 Ost veröffentlicht. Sie warnen vor erheblichen Eingriffen in geschützte Lebensräume, insbesondere für das streng geschützte Moorfrosch aus. Die Verbände kritisieren die unrealistische und schöngerechnete Klimabilanz des Projekts. Die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen seien unzureichend und verletzten das geltende Artenschutzrecht (§ 44 BNatSchG). Ersatzlebensräume sind ebenfalls unzureichend vorgesehen, ähnlich wie im ersten Abschnitt.

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BUND Hamburg

@bund_hh

Der BUND Hamburg hat am Freitag gemeinsam mit weiteren Umweltverbänden eine ablehnende Stellungnahme zu dem östlichsten Abschnitt der geplanten Autobahn veröffentlicht. Die Organisationen warnen eindringlich vor gravierenden Eingriffen in geschützte Lebensräume und kritisieren die Klimabilanz des Projekts als unrealistisch und schöngerechnet.

Die vorgesehene Trasse vernichtet den Lebensraum streng geschützter Arten, darunter auch den Moorfrosch. Die geplanten Schutzmaßnahmen erweisen sich als unzureichend und stehen im Widerspruch zu geltendem Artenschutzrecht (§ 44 BNatSchG). Ersatzlebensräume sollen - ähnlich wie im ersten Abschnitt - ohne die dringend benötigte Reifungszeit angelegt werden. Experten weisen darauf hin, dass dies dazu führen wird, dass die Tiere das Gewässer nicht als neuen Lebensraum akzeptieren.

Darüber hinaus müssen wir darauf hinweisen, dass auf den betroffenen Flächen bereits Kompensationsmaßnahmen aus früheren Projekten durchgeführt wurden, die nun durch den Bau der Autobahn erneut zerstört werden. Ein nachvollziehbarer weiterer Ausgleich dafür ist bislang nicht dargestellt. Die Frage, wie oft und wohin Arten noch umziehen sollen, bleibt unbeantwortet.

Besonders absurd ist die Behauptung, das Projekt würde zur Reduktion von Treibhausgasemissionen beitragen. Zahlreiche Studien belegen, dass neue Straßen tatsächlich zusätzlichen Verkehr erzeugen - den sogenannten induzierten Verkehr. Dieser Effekt wird in den offiziellen Berechnungen jedoch systematisch ignoriert oder stark unterschätzt. Die vermeintlich positive Klimabilanz basiert auf veralteten Annahmen und blendet sowohl den induzierten Verkehr als auch langfristige Emissionen vollständig aus.

Ein weiteres gravierendes Problem ergibt sich beim geplanten Anschluss der A 26 Ost an die A 1 bei Stillhorn: Die Raststätte Stillhorn wird dabei vollständig zerstört. Was zunächst wie eine Entsiegelungsmaßnahme aussieht, entpuppt sich als Rückschlag für die bestehende Infrastruktur. Die Raststätte ist bereits jetzt überlastet und muss an anderer Stelle neu errichtet werden. Diese erneute Versiegelung wird jedoch in der Gesamtbewertung nicht berücksichtigt.


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