"Deutsches Engagement in der Welt gefordert"

// IN KÜRZE
Der Vorsitzende der Bundestags-Enquete-Kommission "Lehren aus Afghanistan", Michael Müller, betont die Notwendigkeit für mehr deutsches Engagement in politischer, diplomatischer und militärischer Hinsicht angesichts zunehmender Krisen in der Welt. In einem Interview für den NDR Info Podcast "Killed In Action - Mission ohne Ziel" fordert er eine ehrliche Auseinandersetzung mit dieser Verantwortung und eine strategische Aufrüstung Deutschlands. Die 3. Staffel des Podcasts ist ab sofort in der ARD Audiothek verfügbar.

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Der Vorsitzende der Bundestags-Enquete-Kommission "Lehren aus Afghanistan", Michael Müller, ruft zu mehr deutschem Engagement aufgesichts zunehmender Krisen in der Welt. Dabei betont er die Wichtigkeit von politischem, diplomatischem und auch militärischem Einsatz. In einem Interview für die 3. Staffel des NDR Info Podcasts "Killed In Action - Mission ohne Ziel" spricht der SPD-Außenpolitiker über die Notwendigkeit einer aktiven Rolle Deutschlands als größte Volkswirtschaft in Europa. "Wir müssen uns ehrlich machen", so Müller weiter, "ein Zögern oder Wegducken wird in dieser schnelllebigen Welt nicht mehr funktionieren." Die Aufarbeitung des kürzlich beendeten Afghanistan-Einsatzes sei daher dringend erforderlich. Die Enquete-Kommission des Bundestags untersucht derzeit Fehler während der fast 20 Jahre andauernden Mission.

Als eines der entscheidenden Versäumnisse während des Einsatzes nennt Müller im Interview mit NDR Info die mangelnde Abstimmung zwischen den beteiligten Ministerien und "Egoismen" in den einzelnen Ressorts. Weder vor Ort noch in Afghanistan habe es ausreichende Koordination gegeben, so der SPD-Politiker. Der sogenannte "vernetzte Ansatz" sei gescheitert, bilanziert Müller. Diese Einschätzung teilt auch Ex-Bundeswehr-General Carl-Hubertus von Butler, der 2002 das erste deutsche Bundeswehr-Kontingent nach Afghanistan führte. Rückblickend betrachtet er die Zusammenarbeit von ziviler und militärischer Hilfe als unzureichend koordiniert.

Müller kritisiert außerdem, dass die Bundesregierung während des Bundeswehr-Einsatzes dem Parlament regelmäßig geschönte Berichte vorgelegt habe.


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