Ein Journalist und Gentleman geht von uns
| Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk
Zum Gedenken an Rolf Seelmann-Eggebert, der am 22. August im Alter von 88 Jahren in Hamburg verstorben ist, ändert das NDR Fernsehen am Freitag, den 22. August, sowie am Samstag, den 23. August, sein Programm. Der Journalist, der durch seine kenntnisreichen Dokumentationen und Live-Sendungen über die Königshäuser Europas einem breiten Publikum bekannt wurde, hinterlässt ein beeindruckendes Erbe.
Am Freitag, dem 22. August 2025, kommt es zu Programmverschiebungen. Geplant sind ein Best Of von »3nach9« sowie die Sendung »deep&deutlich«. Um 22.00 Uhr wird die Dokumentation »Rolf Seelmann-Eggebert - Journalist und Gentleman« ausgestrahlt, gestaltet von der Redakteurin Silvia Gutmann sowie den Filmemachern Jan Peter Gehrckens und Leontine von Schmettow.
In der Familie des späteren NDR Programmdirektors und Chefreporters Rolf Seelmann-Eggebert wurde einmal gesagt: »Journalisten sind Leute, die ihren Beruf verfehlt haben.« Doch diese Einschätzung hielt ihn nicht davon ab, genau diesen Weg einzuschlagen. Sein Werdegang ist ein eindrucksvolles Kapitel der Rundfunkgeschichte.
Die Karriere des journalistischen Blaublut-Experten Rolf Seelmann-Eggebert war alles andere als vorgezeichnet. Bereits als Gymnasiast verdiente er 1953 seine ersten Schritte im NWDR-Funkhaus in Hannover am Maschsee. Zunächst berichtete er über Verkehrsprobleme, bald folgten zahlreiche eigene Radioreportagen. Seine Leidenschaft für den Rundfunk ließ ihn nie wieder los, und seine Stimme wurde schnell zu einem festen Bestandteil des Programms. Er berichtete von der gewaltigen Sturmflut bis zum Besuch der Queen in Hannover.
Sein Sprung von Hannover nach der Elfenbeinküste als Hörfunkkorrespondent war eine kleine Sensation. In dieser Zeit brachte er die Probleme der Dritten Welt, wie den Krieg in Biafra und den Hunger im Sahel, an das Licht der deutschen Öffentlichkeit. In Nairobi erlebte er als ARD-Fernsehkorrespondent die zweite Welle der Befreiungskriege, konfrontierte die Apartheidregimes in Südafrika und Rhodesien und berichtete über den Despoten Idi Amin in Uganda.
Seine Liebe zu Afrika blieb ungebrochen, selbst als Rolf Seelmann-Eggebert den Kontinent längst verlassen hatte. Anschließend übernahm er die Rolle des ARD-Korrespondenten in London und machte dort erste Erfahrungen, die seine weitere Karriere prägen sollten.
Mit seinem Tod verliert die Medienlandschaft nicht nur einen herausragenden Journalisten, sondern auch einen Mann von Stil und Anstand. Sein Vermächtnis wird in den Herzen der Menschen und in den Programmen, die er prägte, weiterleben.
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