24.04.2026 15:57
Bundesweite Aktionstage zum Gewässer- und Umweltschutz: Hamburgs Wasserschutzpolizei deckt zahlreiche Verstöße auf// IN KÜRZE
Im Rahmen der bundesweiten Aktionstage Gewässer- und Umweltschutz führte die Wasserschutzpolizei Hamburg Kontrollen an 17 Seeschiffen durch. Dabei wurden in zwölf Fällen Verstöße gegen internationale Umweltschutzvorschriften festgestellt. Insgesamt wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und hohe Sicherheitsleistungen verhängt.
24.04.2026 | Quelle : Polizei Hamburg | Original: Zur Originalmeldung
In der Zeit vom 13. bis 19. April 2026 fanden die bundesweiten Aktionstage Gewässer- und Umweltschutz (BAGU) statt, an denen die Wasserschutzpolizeien nahezu aller Küsten- und Binnenländer teilnahmen. Diese fünfte Auflage der Kontrollen zielte darauf ab, die Einhaltung nationaler und internationaler Vorschriften im Bereich der Schifffahrt zu überprüfen. Die Federführung lag in diesem Jahr bei der Wasserschutzpolizei Nordrhein-Westfalen.
Die Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei Hamburg führten insgesamt 17 Kontrollen an Seeschiffen durch. Dabei stellten sie in zwölf Fällen Verstöße gegen das internationale Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (MARPOL) sowie das Ballastwasserübereinkommen fest. Mangelhafte Ballastwassermanagementpläne und fehlerhafte Eintragungen im Ballastwasserkontrollbuch waren häufige Beanstandungsgründe.
Im gesamten Kontrollzeitraum wurden von den Beamten 21 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. In diesem Zusammenhang zogen die Einsatzkräfte Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt 23.950 Euro ein. Besonders auffällig war ein Fall, bei dem es auf einem unter der Flagge der Marshallinseln fahrenden Containerschiff zu einem gravierenden Verstoß kam. Hierbei wurden die technischen Begrenzungen der Ballastwasserbehandlungsanlage nicht eingehalten, was die ordnungsgemäße Behandlung des Ballastwassers verhinderte.
Die Wasserschutzpolizei Hamburg reagierte umgehend und leitete ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die verantwortliche Schiffsführung ein. Zudem wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 20.000 Euro eingezogen, die vom zuständigen Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) festgelegt wurde. Diese Maßnahmen unterstreichen die Ernsthaftigkeit, mit der die Behörden gegen Verstöße im Bereich des Umweltschutzes vorgehen.
Ein weiterer Schwerpunkt der BAGU lag auf der Präventionsarbeit. Die Einsatzkräfte informierten das Bordpersonal in zahlreichen Gesprächen über die geltenden Bestimmungen zum Meeres- und Umweltschutz. Diese Aufklärungsarbeit soll nicht nur die Einhaltung der Vorschriften fördern, sondern auch das Bewusstsein für die Bedeutung des Umweltschutzes auf See schärfen.
Die diesjährigen Aktionstage verdeutlichen einmal mehr die zentrale Rolle der Überwachung und Umsetzung internationaler und nationaler Vorgaben zum Schutz der maritimen Umwelt. Die Wasserschutzpolizei Hamburg wird auch in Zukunft ihre Kontrollen zur Einhaltung der Vorschriften konsequent fortsetzen und an weiteren Schwerpunkteinsätzen teilnehmen.
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