04.08.2026 16:18

Schwerverletzter Mann in Hamburg-St. Georg: Polizei verhaftet Tatverdächtigen

// IN KÜRZE

In Hamburg-St. Georg wurde ein 21-jähriger russischer Staatsangehöriger wegen gefährlicher Körperverletzung verhaftet. Er steht im Verdacht, einen 22-Jährigen schwer verletzt zu haben, der aufgrund einer Milzruptur notoperiert werden musste. Die Ermittlungen der Polizei sind weiterhin im Gange.

04.08.2026 | Quelle: Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung  |  Teilweise mit KI erstellt

Am 1. Februar 2026 kam es in Hamburg-St. Georg zu einem brutalen Übergriff, bei dem ein 22-jähriger Mann schwer verletzt wurde. Der Vorfall ereignete sich gegen 6:55 Uhr am Inge-Stolten-Weg, nachdem die Feuerwehr alarmiert worden war, um einen stark verletzten Mann am Hauptbahnhof zu versorgen. Bei der anschließenden Untersuchung im Krankenhaus stellte man fest, dass das Opfer unter anderem an einer Milzruptur litt und sofort notoperiert werden musste.

Gemäß den Ermittlungen der Ermittlungsgruppe (EG) Alster hielt sich der 22-Jährige in der Nacht zuvor mit zwei Freunden, einem 17- und einem 19-Jährigen, im Bereich der Reeperbahn auf. Nach dem Verlassen der U-Bahn am Hauptbahnhof kam es auf dem Bahnsteig zu einer verbalen Auseinandersetzung mit zwei zunächst unbekannten Personen. Diese Auseinandersetzung eskalierte schnell, als die Unbekannten den 22-Jährigen von seinen Begleitern trennten und ihn in eine nahegelegene Gasse führten.

Dort soll einer der beiden Angreifer mit Schlägen und Tritten auf den 22-Jährigen losgegangen sein, was dazu führte, dass das Opfer das Bewusstsein verlor. Als die beiden Freunde des Opfers versuchten, einzugreifen, ließen die Angreifer von ihrem Opfer ab und flohen vom Tatort. Die beiden Zeugen trugen den schwer verletzten Mann anschließend zum Hauptbahnhof und riefen den Rettungsdienst.

Die EG Alster übernahm die Ermittlungen und konnte durch die Auswertung von Videoaufzeichnungen schnell zwei Tatverdächtige identifizieren. Bei einem Richter wurde ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnungen des 20-jährigen Tatverdächtigen beantragt. In den darauffolgenden Wochen durchsuchten Polizeibeamte aus Hamburg sowie aus Barth (Mecklenburg-Vorpommern) und Buxtehude (Niedersachsen) die Wohnungen der Verdächtigen und fanden dort unter anderem das Mobiltelefon des 20-Jährigen als potenzielles Beweismittel.

Der jüngere Tatverdächtige wurde zwar zunächst nach den Durchsuchungsmaßnahmen entlassen, da keine Haftgründe vorlagen, jedoch führte die weitere Auswertung der Beweismaterialien zu einem Haftbefehl wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Am vergangenen Freitag wurde der mittlerweile 21-Jährige im Rahmen einer Routinekontrolle in einer Waffenverbotszone am Jungfernstieg von der Polizei verhaftet.

Die gemeinsamen Ermittlungen der EG Alster und der Staatsanwaltschaft Hamburg dauern weiterhin an. Eine umfassende Aufklärung des Vorfalls und die Ermittlung weiterer möglicher Tatbeteiligter stehen im Fokus der Ermittler. Die Öffentlichkeit wird gebeten, sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall zu melden.