18.05.2026 12:06

Homophober Angriff in Hamburg-St. Pauli: Polizei sucht Zeugen

// IN KÜRZE

In der Nacht vom 17. Mai 2026 wurden zwei junge Männer in St. Pauli aus mutmaßlich homophober Motivation beleidigt und geschlagen. Die Polizei ermittelt und bittet die Bevölkerung um Hinweise zu den unbekannten Tätern.

18.05.2026 | Quelle : Polizei Hamburg  |  Original: Zur Originalmeldung

In der Nacht zu Sonntag, dem 17. Mai 2026, kam es in Hamburg-St. Pauli zu einem homophoben Angriff auf zwei Heranwachsende. Die beiden Männer, 18 und 19 Jahre alt, wurden auf dem Hans-Albers-Platz von zwei Unbekannten beleidigt und körperlich angegriffen, nachdem sie diese darauf aufmerksam gemacht hatten, dass sie sie beim Küssen filmten. Die Polizei hat die Ermittlungen eingeleitet und sucht dringend nach Zeugen.

Laut den vorliegenden Informationen des zuständigen Staatsschutzes (LKA 73) filmten die Unbekannten die beiden Männer, während sie sich auf dem Platz küssten. Als die Heranwachsenden die Anwesenden baten, das Filmen zu unterlassen, reagierte einer der Täter mit homophoben Beleidigungen und schlug beiden ins Gesicht. Die Angreifer flüchteten anschließend in unbekannte Richtung.

Der 19-Jährige versuchte, die Täter zu verfolgen, wurde jedoch von einer unbeteiligten Person zu Fall gebracht, die ihm ein Bein stellte. Trotz der körperlichen Auseinandersetzung zogen sich die Geschädigten nur leichte Verletzungen zu und benötigten keine medizinische Behandlung. Sie erstatteten jedoch umgehend Anzeige bei der Polizei.

Der mutmaßliche Haupttäter wird als etwa 17 bis 20 Jahre alt beschrieben, mit einer Körpergröße von 180 bis 185 cm und einem "südländischen oder türkischen" Erscheinungsbild. Er hatte dunkle Haare und war mit einer hellen Jeans, einer beigen Weste und einem beigen Cap bekleidet. Zu seinem Komplizen ist bisher nur bekannt, dass auch er ein Basecap trug.

Die Polizei Hamburg bittet nun Zeuginnen und Zeugen, die in der besagten Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, sich unter der Rufnummer 040 4286-56789 an das Hinweistelefon zu wenden oder sich bei einer Polizeidienststelle zu melden. Jede noch so kleine Information könnte zur Aufklärung des Vorfalls beitragen.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Probleme mit homophoben Angriffen in urbanen Räumen und unterstreicht die Wichtigkeit der Zivilcourage im Kampf gegen Diskriminierung. Die Polizei hat betont, dass solche Taten nicht toleriert werden und schnellstmöglich aufgeklärt werden müssen.