02.02.2026 14:39
Große Razzia in Hamburg: Polizei zerschlägt mutmaßlichen Waffenhandelsring// IN KÜRZE
Die Polizei Hamburg hat am Donnerstagmorgen in einer großangelegten Aktion 19 Objekte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern durchsucht. Im Fokus der Ermittlungen stehen neun Männer, die verdächtigt werden, gewerbsmäßig mit Waffen zu handeln. Bei den Durchsuchungen wurden mehrere scharfe Waffen, Munition und andere illegale Güter sichergestellt.
02.02.2026 | Quelle : Polizei Hamburg | Original: Zur Originalmeldung
Im Rahmen einer umfassenden Ermittlung hat die Polizei Hamburg in den frühen Morgenstunden des 29. Januar 2026 eine Vielzahl von Durchsuchungen durchgeführt, die sich gegen einen mutmaßlichen Waffenhandelsring richten. Einsatzkräfte aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern durchsuchten insgesamt 19 Objekte, darunter mehrere Wohnhäuser, Warenlager und einen Kulturverein in Heimfeld.
Die Maßnahmen, die auf umfangreichen Ermittlungen der Abteilung für Waffen- und Sprengstoffdelikte des Landeskriminalamtes Hamburg basieren, zielten auf insgesamt neun Männer im Alter zwischen 32 und 61 Jahren. Diese stehen im Verdacht, in verschiedenen Konstellationen am gewerbsmäßigen Handel mit Waffen beteiligt zu sein, darunter möglicherweise auch Waffen, die unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen.
Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten mehrere gefährliche Gegenstände sicher. Dazu gehören drei scharfe Pistolen, rund 4.000 Schuss Munition, elf Blend- und Rauchgranaten, ein Schalldämpfer sowie zwölf Schlagringe. Ein weiteres Augenmerk lag auf einem Warenlager in Borstorf, wo palettenweise mutmaßliche Hehlerware, darunter hochwertige Kfz-Teile und Elektronikartikel, gefunden und beschlagnahmt wurde.
Insgesamt wurde ein 43-jähriger Deutscher vorläufig festgenommen, bei dem zwei scharfe Schusswaffen sichergestellt wurden. Er wurde anschließend einem Haftrichter vorgeführt. Sechs weitere Tatverdächtige, darunter drei Deutsche und drei türkische Staatsangehörige, wurden nach Abschluss der Maßnahmen entlassen, da keine Haftgründe gegen sie vorlagen.
Zusätzlich ergaben die Ermittlungen Hinweise auf einen 61-jährigen Deutschen, dessen Wohnung in Tonndorf ebenfalls durchsucht wurde. Dabei kam auch ein Spezialeinsatzkommando zum Einsatz. Hier fanden die Beamten zwei scharfe Schusswaffen sowie 80 Schuss Schrotmunition und rund 80 Gramm Ecstasy in einem Lager in Stockelsdorf. Der Tatverdächtige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Bereits am Samstag, den 24. Januar 2026, wurde ein weiterer 42-jähriger Deutscher im Zusammenhang mit dem Verdacht des Waffenhandels befragt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an, um die Hintergründe des mutmaßlichen Waffenhandels weiter aufzuklären und mögliche Verbindungen zu anderen Tatverdächtigen zu prüfen.
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